Nationalgetränke - Norwegen

Getrunken wird auf der ganzen Welt, aber was ist dabei wirklich landestypisch und was nicht? Genau dieser Frage wird in der Rubrik detailliert auf den Grund gegangen. Dabei steht jeweils ein Land (bzw. ein Teil des Landes) im Fokus. Heute: Das Land der Trolle und Polarlichter

 

Norwegen ist ein Land mit einer atemberaubenden Landschaft. Sowohl Fjorde als auch riesige Gebirge und Seen sind hier zu finden. Und so zählt das skandinavische Land zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Vor allem auch wenn es um das Thema Camping geht, denn dazu laden die grüne Landschaft und die modernen Großstädte besonders ein. Sowohl in der Hauptstadt Oslo, als auch in den kleinsten Dörfern, werden zahlreiche regionale Spezialitäten angeboten, welche Sie bei einem Besuch nicht verpassen sollten! In diesem Artikel gehen wir näher auf die Getränke ein, auf die die Norweger besonders stolz sind.

Der Aquavit, oder auch Akvavit genannt, ist DAS Nationalgetränk der Skandinavier und so wird das nach einheimischem Kümmel und Dill schmeckende Destillat auch vermehrt in Norwegen getrunken. Die beliebtesten Sorten der Norweger sind dabei der Aalborg Aquavit und der Linie Aquavit. Diese werden in so ziemlich jeder einheimischen Bar serviert und in vorgekühlten traditionellen Schnapsgläsern mit einem Stiel serviert. So entfaltet sich der einmalige Geschmack des Aquavits am besten. Der „Fjellbekk“ ist ein beliebter Cocktail auf der Basis der klaren Spirituose. Er besteht im Wesentlichen aus Aquavit, Wodka, Zitronen und Limetten. So ergibt sich ein fruchtig-saurer Drink.
Mehr über das „Wasser des Lebens“, was sein Name übersetzt bedeutet, können Sie hier erfahren.

Besonders im Sommer tendieren die Norweger zum Cider. Der Apfelschaumwein wird aus dem Saft der Früchte hergestellt und je nach Produktion mit Gewürzen und Kräutern versetzt. So entstehen einzigartige Aromen, die die Norweger sowohl gekühlt als auch heiß genießen. Als Quelle des Ciders wird die Region Hardangerfjord beschrieben. Der Grund dafür ist, dass englische Mönche die Einheimischen im 13. Jahrhundert dort mit Äpfeln bekannt machten und 40 Prozent der Obstbäume des Landes in diesem Umkreis wachsen.
Das goldgelbe Destillat überzeugt mit einem süßen und gleichzeitig auch säuerlichen Geschmack, die zusammen die perfekte Symbiose ergeben.

Neben dem Apfelwein trinken die Einheimischen auch noch gerne eine weitere Weinkreation. Der Mjød, der im Deutschen als Met bezeichnet wird, ist hier gemeint. Ein Destillat aus fermentiertem Zucker, der hauptsächlich aus Honig gewonnen wird. Aus diesem Grund wurde dem Met der beliebte Spitzname "Honigwein" verliehen. Das gelbliche Destillat hat eine lange Tradition und war bereits bei Festlichkeiten in der Wikingerzeit von großer Beliebtheit. Heutzutage wird der Met zu jeder Jahreszeit serviert. Im Winter beispielsweise heiß und zusammen mit Ingwerplätzchen.

Ein sehr enger Verwandter des Mets ist der Bjor. Das ist ein Apfelwein, der mit Honig verfeinert wird. Aus frischen Äpfeln und dem Honig entsteht ein angenehmer süß-fruchtiger Geschmack. Der Name Bjor wurde von der skandinavischen Übersetzung des traditionellen Apfelweins abgeleitet, der in Nordeuropa gebraut wurde. Um den Alkoholgehalt zu erhöhen, wurde dem Wein mit Honig versetzt. Heutzutage wird das Getränk der Wikinger mit einem Alkoholgehalt von um die 14% hergestellt.

Brennevin ist eine weitere beliebte Weinsorte der Norweger. Der starke Likör aus Kartoffeln und Getreide trägt seinen Namen nicht ohne Grund. Übersetzt bedeutet er „brennender Wein“, was auf seinen hohen Alkoholgehalt von 30 bis 38% zurückzuführen ist. Dank seines Geschmacks nach Kümmel ist er ein beliebter Digestif, der magenschonend wirkt und die Verdauung anregen soll.
Teilweise wird der Brennevin mit verschiedenen Aromen versetzt, um seinen würzigen Geschmack zu übertönen.
Abschließend kann man sagen, dass die Norweger sehr gerne Wein trinken und diesen in den verschiedensten Sorten und Kombinationen servieren.

Bier darf an dieser Stelle jedoch auch nicht fehlen, denn was wären Nationalgetränke ohne die lokal beliebten Biersorten. Wie auch in Deutschland, steht das Pils bei den Norwegern an oberster Stelle. Neben diesem wird das Craft Beer aber immer beliebter. Die hervorragende Qualität und die ausgefallenen Bierstilen stechen bei der norwegischen Brautradition mittlerweile besonders hervor und werden in anderen Ländern oftmals unterschätzt. Da Bier und Hochprozentiges im Allgemeinen in Norwegen nicht im Supermarkt, sondern in speziellen Läden verkauft werden darf, senken viele Brauereien den Alkoholgehalt ihrer Sorten. So sind sie zugänglicher.

Gløgg ist eine weitere Spezialität aus Skandinavien. Dabei handelt es sich um ein Pendant zum deutschen Glühwein. Nüssen, Früchten und Gewürze wie Zimt und Nelken ergeben das leckere rote Destillat, das hauptsächlich warm serviert wird. Dazu können beispielsweise noch Rosinen und Mandeln kommen, die das Getränk sowohl optisch als auch geschmacklich aufwerten. Der Gløgg ist in der Winterzeit fast überall in Norwegen zu finden. Ein Geschmackstest bzw. ein Vergleich mit der hierzulande bekannten Version lohnt sich.

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