Nationalgetränke - Kanada

Getrunken wird auf der ganzen Welt, aber was ist dabei wirklich landestypisch und was nicht? Genau dieser Frage wird in der Rubrik detailliert auf den Grund gegangen. Dabei steht jeweils ein Land im Fokus. Heute: Die Heimat des Ahornsirups

 

Kanada, das Land mit einer Fläche von 10 Millionen Quadratkilometern, ist das zweitgrößten Land der Welt. Die Einheimischen sprechen hauptsächlich Englisch, aber Französisch zählt ebenfalls zu den dort gesprochenen Sprachen. Dieser Fakt und auch die stark schwankenden Temperaturen im gesamten Land deuten auf die Vielfalt des Landes hin.
Kanadas Getränke sind daher genauso unterschiedlich, wie das Land selbst. Atemberaubende Landschaften mit Bergen, Seen und zahlreichen Nationalparks, ziehen dabei jährlich tausende Touristen in das nordamerikanische Land. Und so reichen auch die dort getrunkenen Getränke von Bier, über Whisky bis hin zum Eiswein.

Einer der großen Exportprodukte in Kanada ist der Ahornsirup. Er wird nicht nur zum Backen oder Kochen verwendet, sondern kommt auch bei der Herstellung von Likören zum Einsatz. Ahorn-Whisky-Liköre von verschiedenen Produzenten sind im ganzen Land bekannt und werden in fast jeder Bar serviert. Vor allem der Blend aus kanadischem Whisky und reinem Ahornsirup der Firma Sortilege ist dabei stark vertreten. Dieser wird mit Eis serviert, in einen Kaffee gegossen oder in Schlagsahne gemischt und mit warmem Apfelkuchen serviert.

Der Ice Wine, auf Deutsch Eiswein genannt, hingegen macht seinem Namen alle Ehre. Er kann nur aus Trauben hergestellt werden, die von Natur aus am Rebstock gefroren sind und so anschließend gepflückt werden, sobald die Temperaturen auf -8°C oder weniger sinken. Die handgepflückten Trauben müssen in ihrem gefrorenen Zustand ausgedrückt werden, da das Aroma sonst verfliegt. Durch diese Anbau- und Erntemethode erhält der Wein einen besonders süßen Geschmack. Mit diesen besonderen Noten und einer großen Menge an natürlicher Süße und Säure konnte der Ice Wine sich in den letzten Jahren am Weinmarkt beweisen und ist seitdem sehr angesehen. Die Kanadier, die ihn typischerweise zu einem Dessert servieren, produzieren dabei die beliebtesten Sorten.

Neben Wein und Whisky gibt es auch zahlreiche Cocktails, die typischerweise in Kanada getrunken werden.
In Quebec ist der Caribou dabei besonders beliebt. Er wird dort hauptsächlich im Winter getrunken, da es sich um ein warmes Getränk handelt. Ein Event, bei dem er vermehrt getrunken wird, ist der lokale Karneval in Quebec, der jedes Jahr im Februar gefeiert wird. Laut verschiedenen Quellen stammt der Cocktail von amerikanischen Ureinwohnern, die nach der Jagd heißes und frisches Karibu-Blut tranken. Das Blut wurde später durch Rotwein bzw. Portwein ersetzt, aber der Name wurde beibehalten. So wird der rote Drink heutzutage aus Wein, Whisky, Zimt, Orangen und klassischen kanadischen Ahornsirup gemischt und anschließend erhitzt. Der süßliche Cocktail ist ein echtes Muss in Kanada und sollte vor allem in Quebec bestellt werden, denn dort wird er traditionell in einem kleinen Eisblock serviert.
Wer sich nicht in die Quebecregion begibt, kann auf den Caesar zurückgreifen. Dieser auf Vodka basierende Cocktail wurde 1969 in Calgary erfunden und ist im gesamten Land bekannt. Er ist sogar so beliebt, dass der 18. Mai zum „National Caesar Day“ wurde. Aus diesem Grund verwundert es auch nicht, dass der Caesar als DER nationale Cocktail gefeiert wird und im Jahr 2010 sogar vom Parlament zu diesem ernannt wurde. Mit seiner roten Farbe erinnert er sehr stark an eine klassische Bloody Mary. Er unterscheidet sich jedoch in der Herstellung, denn anstatt von Tomatensaft wird Clamato verwendet, ein Tomatensaftkonzentrat und Zucker, das mit Gewürzen, getrockneter Muschelbrühe verfeinert wird. Im Jahr werden ca. 350 Millionen des in Kanada sehr beliebten Cocktails serviert. Außerhalb Kanadas ist er jedoch noch sehr unbekannt.

Beim Bier steht das sogenannte Lager an der Spitze. Dabei handelt es sich um ein vollmundiges Bier, das gleichzeitig auch eine leichte Süße vorweist. Diesen Geschmack erhält das Lagerbier durch seine bei niedrigen Temperaturen stattfindende Herstellung. Nach dem Brauen reift das Bier innerhalb seiner Lagerung heran, welche ihm seinen Namen verleiht. Im Allgemeinen entsteht ein untergäriges Bier.
Die typische kanadische Sorte mit dem Namen „Moosehead Lager“ ist mittlerweile in vielen Ländern der Welt erhältlich. Dieses wird mit kanadischem aus hellem Malz und Mooseheads eigener Lagerhefe gebraut. Dadurch entsteht ein Geschmack, der von bitter bis süß reicht und dafür sorgt, dass das Bier in Kanada zu den nationalen Schätzen zählt.

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